Schulmobbing

Aus dem Englischen übersetzt bedeutet Mobbing anpöbeln/pöbeln. Der Begriff wird vor allem für Probleme am Arbeitsplatz angewendet. Er findet aber zusehends auch Verbreitung in der Schule.

Schulmobbing ist stets eine systematische Ausgrenzung von Mitschülern über einen längeren Zeitraum. Es ist ein aktuelles Problem, denn die Zahl der Mobbingopfer nimmt stetig zu.

Das Schulmobbing hat gravierende Auswirkungen auf die Opfer. Zum einen treten physische Schädigungen wie Kratzer, Prellungen, Hämatome und sogar Knochenbrüche auf. Zum anderen werden psychische Schädigungen wie Zerstörung des Selbstbewusstseins bis hin zur Persönlichkeitsveränderung festgestellt. Auch psychosomatische Reaktionen wie Bauchschmerzen, Schlafstörungen und Appetitlosigkeit sind nicht selten. Die Schädigungen der Opfer können zu Suizidversuchen und vollzogenen Suiziden führen.

Damit es nicht dazu kommt, sind Präventivmaßnahmen notwendig. Insbesondere deshalb, weil das Thema bagatellisiert wird. Die Opfer haben Schamgefühle. Sie trauen sich deshalb nicht, über ihre Probleme zu sprechen. Auch die Eltern reagieren häufig nicht angemessen. Sie versuchen die Lösung nicht selten durch einen Schulwechsel zu erreichen.

Die Stiftung initiiert Veranstaltungen zur Aufklärung der Eltern und Lehrerschaft und hat selbst eine Mobbing Beratungsstelle eingerichtet.

Eine erfolgversprechende Bewältigungsstrategie gegen Mobbing sollte aus folgenden Schritten bestehen:

1. Mobbing wahrnehmen
2. Die Betroffenen stabilisieren
3. Einen Konfliktmoderator finden
4. Die Beteiligten und die Hintergründe aufspüren
5. Problemlösungen anbieten
6. Verantwortung herausstellen und Rehabilitation der Opfer einleiten
7. Erfolgssicherung

 
Jede Spende Hilft